Lernen in der Postkreidezeit
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Seminarstart

1 Minute Lesezeit

Das neue Semester beginnt und die erste Seminarsitzung steht bevor. Diese sollte jedoch kein Sprung ins kalte Wasser werden, sondern eher eine Aufwärmphase. Ein Seminar lebt von der aktiven Beteiligung der Seminarteilnehmer. Die erste Sitzung prägt die Arbeitsatmosphäre. Daher ist es wichtig, dass so schnell wie möglich das Eis gebrochen wird und jeder motiviert ist, aktiv an der Seminargestaltung mitzuwirken. Folgende Aktivitäten können da eventuell hilfreich sein.

Vorstellungsrunde

Jeder Teilnehmer erhält Moderationskärtchen und etwas Zeit, über seine Erwartungen an das Seminar nachzudenken. Jeder Aspekt wird dann auf eine Karte notiert. Danach stellt sich jeder kurz der Reihe nach vor und präsentiert seine Erwartungen. Neben dem Ziel, dass sich jeder im Seminar frei äußert, helfen die Moderationskarten dem Dozenten, die Erwartungen in die eigene Planung zu integrieren und die vorgesehenen Themen adressatenspezifischer didaktisch aufzuarbeiten. Statt Moderationskärtchen können auch digitale Pinnwände genutzt werden.

Speed-Dating

Neben der Tatsache, dass das Eis gebrochen wird, wenn sich jeder mal geäußert hat, ist es auch wichtig, dass die Teilnehmer untereinander Kontakt aufnehmen und zusammenarbeiten. Speed-Dating bietet sich an, da hier in schneller Taktung viele neue kurze Kontaktaufnahmen möglich sind.
In folgendem Beispiel zum Seminar interkulturelle Sprachdidaktik gab es drei Runden. Für die erste Runde sucht man sich einen Austauschpartner, der nicht direkt neben einem sitzt. Dann wird ein Arbeitsauftrag eingeblendet, der innerhalb von 2 Minuten diskutiert werden soll. Danach wird gewechselt. Neue Partnersuche, neuer Arbeitsauftrag. So kommen neue Kontakte zustande, die Dynamik in die Gruppe bringen. Daneben erlauben die Arbeitsaufträge eine erste Auseinandersetzung mit dem Seminarthema.

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